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Monat des Affen 2026: So kommst du gut durch den Herbstanfang

  • Steffi Kroll
  • vor 10 Stunden
  • 7 Min. Lesezeit

7. August bis 6. September 2026 | Yang Feuer Affe

Vielleicht geht es dir gerade ähnlich wie mir: Eigentlich fühlt es sich noch mitten nach Sommer an. Es ist heiß, vielerorts viel zu trocken – und trotzdem liegt plötzlich etwas anderes in der Luft. Ich merke das jedes Jahr irgendwann im August. Noch bevor ich bewusst darüber nachdenke, gibt es diesen einen Moment, in dem ich spüre: Der Sommer kippt. Genau an diesem Punkt sind wir jetzt.



Mit dem Monat des Affen beginnt im chinesischen Kalender der Herbst. Und der Wechsel könnte in diesem Jahr kaum spannender sein. Denn wir kommen aus einer sehr starken Feuerzeit, befinden uns in den ersten Augusttagen noch in der Erdephase des Jahres – also mitten in der Transformation von Yang zu Yin – und nun kommt mit dem Affen zum ersten Mal wieder deutlich Metall ins Spiel.


Allerdings nicht allein. Der Monat ist eine Yang-Feuer-Affe. Und Feuer haben wir 2026 nun wirklich schon reichlich.


Noch mehr Feuer im Jahr des Feuer-Pferdes

Wenn ich mir diesen Sommer anschaue, finde ich es faszinierend, wie deutlich sich die Elemente zeigen.


2026 ist das Jahr des Feuer-Pferdes. Feuer ist ohnehin ausgesprochen stark. Metall und Wasser – die beiden Elemente, die dieser Hitze energetisch etwas entgegensetzen könnten – sind dagegen schwach.


Und draußen?


Hitze. Trockenheit. Waldbrände.


Gerade West- und Teile Mitteleuropas haben einen außergewöhnlich heißen und trockenen Frühsommer erlebt. Im Juli waren unter anderem Frankreich, Deutschland, Teile Spaniens und weitere Regionen deutlich wärmer als im langjährigen Durchschnitt. Gleichzeitig waren die Böden vielerorts extrem trocken. Diese Bedingungen haben auch die Waldbrandaktivität verstärkt.


Vor einigen Tagen habe ich dazu einen Instagram-Post einer Klimaaktivistin gesehen. Ihre Perspektive war natürlich: Klimawandel – die Politik muss handeln. Und ich dachte: Spannend. Wir schauen auf genau dasselbe Phänomen und betrachten es zusätzlich durch eine völlig andere Brille.


Die Klimaforschung untersucht langfristige Veränderungen unseres Klimas und zeigt, dass die Erwärmung Hitze- und Trockenheitsrisiken verstärkt. Die chinesische Metaphysik schaut gleichzeitig auf zyklische energetische Qualitäten von Jahren, Monaten und Jahreszeiten.


Für mich muss sich das gar nicht widersprechen.


Wenn ich den chinesischen Kalender öffne, sehe ich für 2026 eine extreme Feuerbetonung und wenig kühlendes Wasser und Metall. Und genau diese Qualität begegnet uns gerade draußen.


Was ich daran hilfreich finde: Ich bekomme ein Gefühl dafür, wann sich etwas verändert.


Mit dem Affen beginnt der Herbst

Der Affe gehört zum Element Metall und läutet im chinesischen Kalender den Herbst ein.

Vielleicht denkst du jetzt: Herbst? Bei diesen Temperaturen? Ja. Schau einmal genauer hin.


Die Natur beginnt bereits, sich zurückzuziehen. Natürlich ist nicht jedes braune Blatt ein Zeichen des Herbstes. Hier bei uns in Köln stehen inzwischen etliche Bäume komplett braun da – und das hat in diesem Jahr sehr viel mit Trockenstress zu tun. Aber gleichzeitig beginnt eben auch der natürliche Rückzug.


Das Yin beginnt nicht erst dann, wenn wir morgens die erste Jacke brauchen. Die Veränderung beginnt früher und zunächst ganz leise. Und genau deshalb liebe ich die 24 Qi-Phasen des chinesischen Kalenders so sehr: Sie erinnern uns daran, genauer hinzuschauen.


Auch in der Landwirtschaft sehen wir die Folgen dieses Sommers. Hitze und Trockenheit haben verschiedene Kulturen belastet. Mein Partner steht auf den Märkten mit Äpfeln und Erdbeeren. Und rein subjektiv sagte er dieses Jahr: Das war ein schlechtes Erdbeerjahr. Ich hab mir mal die Zahlen angesehen und tatsächlich: Bei deutschen Freilanderdbeeren wird 2026 beispielsweise eine deutlich geringere Ernte als im Vorjahr erwartet.


Das wirkt sich natürlich irgendwann auch auf Verfügbarkeit und Preise aus. Und plötzlich wird aus etwas vermeintlich Abstraktem wie „Feuer ist stark, Wasser ist schwach“ etwas sehr Konkretes. Es landet im Supermarktregal. (Im Klartext: die hohen Preise für Obst und Gemüse liegen nicht nur an den Spritkosten der Logistik)


Genau das finde ich am chinesischen Kalender so spannend: Wenn wir lernen, seine Sprache zu lesen, können wir Entwicklungen häufig schon früher erkennen.


Was im Affenmonat für dich drinsteckt

Jeder Erdzweig bringt abhängig von der jeweiligen Jahresenergie bestimmte Chancen und Herausforderungen mit. Wie stark du persönlich davon profitierst, hängt natürlich von deinem eigenen BaZi (deinem chinesischen Horoskop) ab. Wenn Metall für dich unterstützend ist, wirst du die angenehmen Seiten des Affen vermutlich deutlicher wahrnehmen. Ist Metall für dich eher ungünstig, lohnt es sich, bei den Schattenseiten genauer hinzuschauen.


Eine schöne Qualität des Monats ist die Möglichkeit eines unerwarteten Geldzuflusses.

Das kann wirklich etwas sein, womit du vorher nicht gerechnet hast: ein Auftrag, eine Rückzahlung, ein Verkauf, eine Gelegenheit oder ein anderer finanzieller Impuls.


Aber – und das ist die Schattenseite – Geld kann genauso schnell wieder verschwinden. Wenn unerwartet etwas hereinkommt, wäre mein Tipp deshalb: Nicht sofort verplanen. Erst einmal anschauen. Was soll dieses Geld für dich tun?


Die zweite starke Qualität betrifft Studium, Lernen und Ausbildung. Wenn du schon länger darüber nachdenkst, einen Kurs zu beginnen, dich weiterzubilden oder dich intensiv in ein neues Thema einzuarbeiten, ist das ein wunderbarer Monat dafür.


Passenderweise findet bei mir am 15. August mein Workshop „Schatzkarte Geld 2026“ statt. Dort schauen wir uns genau die Verbindung zwischen Feng Shui, BaZi und den eigenen Geldthemen an. Manchmal könnte ich solche Termine im Nachhinein kaum besser auswählen. Hier kannst du dich anmelden (oder dir die Aufzeichnung holen, wenn du den Beitrag erst später liest).


Die zwei Qi-Phasen des Affenmonats

Jeder chinesische Monat besteht aus zwei sogenannten Qi- oder Klimaphasen.

Früher waren solche Beobachtungen für die Landwirtschaft essenziell. Bauern richteten ihre Arbeit danach aus, was die Natur gerade tat. Es ging nicht darum, die Natur zu kontrollieren, sondern den richtigen Zeitpunkt zu erkennen.


Die erste Qi-Phase des Affenmonats heißt: Beginning of Autumn – Herbstanfang


Und genau das ist sie. Noch ist es warm. Vielleicht sogar sehr warm. Aber das Yang beginnt sich zurückzuziehen und das Yin nimmt langsam zu.


Die zweite Phase beginnt am 23. August: Limit of Heat – Grenze der Sommerhitze


Ich liebe diesen Namen. Denn genau so fühlt es sich für mich an. Irgendwann Ende August kommt dieses erste kühle Lüftchen. Vielleicht sitzt du abends draußen und ziehst plötzlich die Schultern hoch. Vielleicht riecht die Luft anders. Vielleicht fällt das Licht morgens anders durch das Fenster.


Und in mir gibt es dann jedes Jahr diesen sehr klaren Gedanken: Der Sommer ist vorbei.

Nicht meteorologisch. Nicht sofort sichtbar. Aber energetisch und für mich spürbar.


Kennst du diesen Moment aus „Chocolat“?


Vielleicht kennst du den Film Chocolat mit Juliette Binoche und Johnny Depp.

Vianne, gespielt von Juliette Binoche, zieht mit ihrer Tochter von Ort zu Ort. Und es ist der Nordwind, der ihr signalisiert, wann es wieder Zeit ist weiterzuziehen.


Ich musste sofort daran denken, als ich über diese Qi-Phase geschrieben habe. Denn eigentlich beschreibt der Film etwas, das wir ein Stück weit verlernt haben:

Veränderung zu spüren, bevor wir sie rational erklären können.


Auch Tiere reagieren darauf. Zugvögel brauchen keinen Kalender an der Küchenwand, um zu wissen, dass sich die Jahreszeit verändert.


Und wir? Wir haben diese Wahrnehmung ebenfalls. Vielleicht magst du in diesem Monat einmal bewusst darauf achten.


Diese Tage kannst du im Affenmonat besonders nutzen

Auch innerhalb eines Monats gibt es Tage mit unterschiedlichen Qualitäten.

Besonders interessant sind im Affenmonat diesmal die Open- und Close-Tage – also Tage des Öffnens und Schließens.


Starke Termine sind:


  • 12. August – Open

  • 13. August – Close

  • 5. September – Open

  • 6. September – Close


Der 12. August ist zusätzlich ein außergewöhnlicher Tag, denn an diesem Tag findet eine Sonnenfinsternis statt.


Open-Tage eignen sich grundsätzlich besonders für Dinge, die du eröffnen, beginnen oder zugänglich machen möchtest – beispielsweise einen Geschäftsstart oder einen Umzug.

Close-Tage unterstützen dagegen das bewusste Abschließen, Beenden und Schließen.


Das kann ein Projekt sein, eine offene Aufgabe oder auch etwas, von dem du längst weißt, dass es eigentlich beendet gehört. Für die detaillierte Tagesqualität kannst du natürlich wie immer in den Feng Shui Calendar beziehungsweise den Feng Shui Wochenplaner schauen.


Die Fliegenden Sterne im Monat des Affen

Falls du neu hier bist: Die Fliegenden Sterne beschreiben eine weitere zeitliche Ebene im Feng Shui. Neben der Grundenergie eines Hauses verändert sich die Qualität einzelner Richtungen mit Jahr und Monat. Deshalb gibt es Bereiche, die wir in einem bestimmten Monat gezielt nutzen oder unterstützen können – und andere, in denen etwas mehr Ruhe und Aufmerksamkeit sinnvoll ist.


Im Affenmonat sind besonders Nordosten, Osten und Norden interessant.


Nordosten und Osten: Lernen, Karriere und Entwicklung

Nordosten und Osten unterstützen in diesem Monat Themen wie: Glück, Karriere, Studium, Lernen und Lehre. Gerade wenn du eine Weiterbildung beginnst, viel lernen musst, unterrichtest oder beruflich etwas weiterentwickeln möchtest, kannst du diese Bereiche bewusst nutzen.


Die Energien vertragen dabei etwas vermittelndes Feuer. Eine ganz einfache Möglichkeit:

Frische rote Blumen in einer Vase. Kein großes Feng-Shui-Ritual. Ein kleiner Impuls reicht.


Und dann nutze den Raum. Denn die schönste Aktivierung bringt wenig, wenn du anschließend nie dort sitzt.


Norden: Geld und Finanzen

Der Norden gefällt mir im Affenmonat besonders gut. Er unterstützt finanzielle Themen und kann deshalb ein guter Bereich sein, wenn du dich gerade intensiver mit deinem Geld beschäftigen möchtest.


Mein Tipp ist hier allerdings nicht: Stell irgendeinen vermeintlichen Geldbringer hinein. Sondern:

Räum auf. Schaffe Platz. Sortiere Unterlagen. Entferne Dinge, die du längst nicht mehr brauchst. Vielleicht nimmst du dir sogar genau dort deine Kontoauszüge, deine Finanzplanung oder dein Business vor.


Geld braucht Raum – nicht nur auf dem Konto.


Vorsicht im Süden und Südwesten

Etwas genauer hinschauen würde ich im Affenmonat in Süden und Südwesten. Hier treffen die Monatsenergien der Sterne 5 und 7 aufeinander. Elementar betrachtet begegnen sich Erde und Metall. Beide Sterne bringen jedoch eher herausfordernde Qualitäten mit und werden durch ihre jeweiligen Richtungen zusätzlich unterstützt.


Das kann dazu führen, dass Dinge schneller hochkochen. Streit. Missverständnisse. Unruhe. Defekte. Oder Situationen, bei denen aus einer Kleinigkeit plötzlich ein größeres Thema wird.


Besonders aufmerksam wäre ich deshalb, wenn sich in diesen Richtungen ein Eingang oder ein stark genutzter Bereich befindet. Repariere kaputte Dinge möglichst zeitnah. Halte diese Bereiche ordentlich. Und wenn ein Gespräch ohnehin schon emotional aufgeladen ist, würde ich es im August nicht unbedingt genau dort führen.


Als Ausgleich eignet sich Blau. Eine dunkelblaue Vase mit frischen Blumen kann hier eine schöne und gleichzeitig sehr unaufgeregte Lösung sein.


Und ansonsten gilt: Ordnung, Ruhe und nicht unnötig aktivieren.


Der Affenmonat in Kürze

Wenn du aus diesem Artikel nur ein paar Dinge mitnimmst, dann diese:


1. Der Herbst beginnt – auch wenn es draußen noch heiß ist.

Beobachte die kleinen Veränderungen in Licht, Luft, Natur und deinem eigenen Körper.


2. Metall kommt zurück.

Das tut dem feuerstarken Jahr grundsätzlich gut und bringt mehr Struktur in Geld-, Finanz- und Wirtschaftsthemen.


3. Rechne mit Tempo.

Der Affe kann Entwicklungen 2026 deutlich beschleunigen. Dinge können plötzlich kommen – und genauso schnell wieder verschwinden.


4. Nutze Lern- und Weiterbildungschancen.

Studium, Ausbildung und Wissenserwerb gehören zu den starken Themen des Monats.


5. Wenn unerwartet Geld kommt: Halte kurz inne.

Bevor du es wieder ausgibst, gib ihm eine Aufgabe.


6. Räume im Norden auf.

Wenn du deine Finanzen unterstützen möchtest, schaffe dort Platz und Klarheit.


7. Nutze Nordosten und Osten für Lernen und Karriere.

Ein kleiner Feuerimpuls wie rote Blumen kann die Energie zusätzlich unterstützen.


8. Halte Süden und Südwesten ruhig und ordentlich.

Defekte Dinge reparieren, Streit nicht unnötig anheizen und mit Blau ausgleichen.


Und vielleicht ist meine liebste Aufgabe für diesen Monat eine ganz andere:


Geh raus. Beobachte. Und versuche herauszufinden, an welchem Tag du zum ersten Mal den Herbst spürst. Vielleicht kommt auch bei dir irgendwann dieser eine Windstoß, bei dem du – ganz ohne Kalender – plötzlich weißt:


Jetzt verändert sich etwas.

 
 
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